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21.2.23

 


 …you’re like an angel, nothing touches you.


Fyodor Dostoevsky, from The Brothers Karamazov.



25.9.20

ich kann mich noch erinnern, als ich mein blog frozen dawn nennen wollte. alle postings hätten in den farben eines sonnenaufgangs im winter sein sollen. und irgendwie denke ich, dass alles, was ich bin, einfach alles, meine träume, meine gesamte existenz, genauso aussieht. wie ein geforener wintermorgen, wenn der himmel frostig rosa ist und die luft klar und kalt und ein bisschen schmerzhaft, und trotzdem bist du glücklicher als je zuvor.

Lila, Tumblr

8.8.20

am besten war gestern dieser mond, bei tag! bereits um 3 uhr nachmittags erschien sein weisser schatten auf dem blassblauen himmel. später dann wurde er leuchtender, immer mehr, bis das blau des himmels erst von leichtem rosa bedeckt wurde, immer dunkler wurde, bis das blau strahlend wurde. dann kam die abenddämmerung, so früh wie jetzt schon fast surreal, eine ganz junge nacht mitten am tag, und der ganze himmel war voller farben, die keiner mehr richtig verkraften konnte. blasses rosa, strahlendes pink, blassblau, dunkelblau. dunkleres rot, als die dunkelheit des frühen abends begann. und diese stille auf einmal. kein vogelgezwitscher mehr, gar nichts. die natur war vollkommen still. man bekommt ausser diesem moment nichts mehr mit. es könnte die welt untergehen und man würde nichts davon bemerken. es gibt vollkommenheit. nur hat sie mit uns menschen nichts zu tun.

7.12.19


gerade ist das licht am himmel gefroren wie milcheis, ein reines weisses strahlen aus der wolkendecke, die aufbricht
gegen abend wird das weisse gleissen von frostigem rosa überhaucht, und dann kommt die dunkelheit
viel zu schnell
der schnee deckt alles zu


2.8.19




I hate this feeling. Like I’m here, but I’m not. Like someone cares. But they don’t. Like I belong somewhere else, anywhere but here, and escape lies just past that snowy window, cool and crisp as the February air.

 Ellen Hopkins





15.12.18

13.12.18



“There was something to be said for the bodiless feeling that came after the cold. Something I would always remember. When you forget how bad it hurts, you feel so free.”

 Nova Ren Suma, Imaginary Girls



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12.6.17



"I have no brothers now. I have no sisters.
In every nest, winter has played with death.
A late frost has frozen out all the love songs."


 Else Lasker-Schuler, from “Over Glistening Gravel”



31.1.17



Frozen by the deathly cold emanating from the ice, dazzled by the blaze of crystalline ice-light, she felt herself becoming part of the polar vision, her structure becoming one with the structure of ice and snow. As her fate, she accepted the world of ice, shining, shimmering, dead; she resigned herself to the triumph of glaciers and the death of her world.

 Anna Kavan, Ice


15.7.14

 To whom it may concern,
We didn’t want it to end like this, we wanted to live.
This world is out of love, this world is dying,
this world doesn’t deserve us.
This is why we have to go. Our story’s been told.
We will go but you will remain.
You’re killing yourselves bit by bit without even knowing.
You are in The Suicide Room.”

—  Sala samobojcow, (Suicide Room)

6.12.12

What am I doing here in this endless winter?

- Franz Kafka, The Metamorphosis            

9.1.12

ein brief..

"ich erinnere mich an den sommerregen und das leise grummeln eines herannahenden gewitters, und wie ein windstoss die fenster aufdrückt, die ersten tropfen hereinfallen. man fröstelt, doch es ist wunderschön, nicht wahr? diese tage sind die wertvollsten und auch die seltsamsten. ich habe sie immer mit dir in verbindung gebracht. kein sommerregen ohne einen gedanken an dich. das flüsternde grau, der wolkige himmel, eine kerze flackert neben der tastatur. :-) ich sitze da und schreibe, höre dem regen zu, manche deiner worte nehmen gestalt an in diesen seltsamen tagen, wo der regen stundenlang fällt und blatt um blatt mit worten angefüllt werden, die dann erst einen sinn ergeben, wenn sie dem richtigen menschen erzählt werden. und wieder ist hier ein gefühl, das, wie du sicher noch weißt, nicht erklärbar ist. kein ringen um worte, sondern ein wortloser monolog oder gesang, den kaum einer vernehmen kann, nur diejenigen, die in der stunde des sterbenden lichtes ihre heimat gefunden haben. ist es noch die heimat? Ich weiss mit einem mal, dass es so sein muss. ich möchte dir nicht viel über meine gesundheit schreiben, es langweilt dich und auch mich, aber eins muss ich unbedingt erwähnen: der reissende schmerz der letzten jahre ist verschwunden, als ich von den regentagen erzählte, vom grummelnden gewitter, der flackernden kerze, dem sterbenden licht.

gibt es wesen, die so kompliziert und anders sind als alle anderen, dass man sie mit kaum jemandem vergleichen kann? gibt es wesen, die nur im grauton des zwielichtes lebensfähig sind?"

17.12.11

noch immer ohne schnee, aber ich kann ihn manchmal riechen. der schnee kommt spät dieses jahr. vielleicht wird er dafür im nächsten jahr umso länger liegen bleiben. bis in den april..
die schatten der kahlen bäume malen dunkelviolette gespensterbilder auf den boden, nur noch die immergrünen bäume sehen nach wachstum und leben aus, alles andere scheint bereits zu schlafen. scheintot zu sein. manchmal glitzert etwas frost auf den kahlen ästen oder auf dem boden. schneewolken segeln über den himmel, riechen nach ozon und es ist fast lächerlich, dass sie weiss riechen, dass die farbe weiss einen geruch hat. schnee riecht weiss und ozon riecht weiss. beides riecht nach chemie, einem drogentrip oder ein wenig zuviel tabletten :) aber irgendwie macht es süchtig. wie alles, was nach chemie riecht.

9.8.11

die traurigkeit von verlassenen häusern, die dinge, die nicht getröstet werden können, weil sie es nicht wollen. gibt es diese traurigkeit? sag du es mir. lehn dich nach vor und flüstere in mein ohr. ich werde niemandem davon erzählen, ich verspreche es. erzähl mir das geheimnis, das hinter deiner fröhlichkeit liegt. ich hab sie dir nie abgenommen, obwohl sie gut gespielt war. deine augen sprechen eine andere sprache. nur manchmal. selten. so gut wie nie. aber ich hab dich einmal nackt gesehen. wie das wieder klingt. du weisst, wie ich es meine.
die nackten augen, wilde augen, die augen eines gequälten tieres, das sich in seinem käfig wund gelegen hat, die vielen jahre lang. ich möchte dich in meinem arm halten und ein lied für dich singen. ein lied, das dir den schmerz nimmt, auch wenn es nur für kurze zeit ist. das lied kenne ich auswendig. es hat keine worte.
es ist der himmel und der wind, das wilde tier mit dem seidigen fell, das auf einer waldlichtung steht und zum himmel schnuppert. den ersten schnee riecht, ein tier das über eine ebene läuft, sich zu mir umdreht und mir einen gruss über die felder und wiesen hinweg schickt. ich sehe den stern, der schon da ist, obwohl du noch hier bist, das licht, das direkt in deinen körper zu fliessen scheint, das dich umgibt wie eine aureole. ich sehe dich von weiter ferne auf der ebene stehen, der wind geht --

und lauf. lauf so schnell du kannst.

23.10.10

who are you?




mh...grad ein set gebaut, für kay, auf polyvore..und ich hoffe, dass ich jetzt schlafen kann.

29.6.10

licht, das im schnee glitzert

was mit dir alles verschwunden ist. es ist sehr viel. und mein englisch reicht bei weitem nicht aus, um das alles zu beschreiben. ich hab es immer gehasst, dass wir beide verschiedene sprachen sprechen, ich hab es so gehasst. dass ich nie wirklich alles so ausdrücken konnte, was ich empfinde. dennoch hab ich es versucht, weil ich wusste, du liest das alles wirklich und verstehst sogar, was ich mit meinem stümperhaften englisch hier beschreiben will.

es ist lächerlich,ja. menschen kommen und gehen, man sollte sich inzwischen daran gewöhnt haben. doch es gibt einige, und zu denen gehörst du, die hinterlassen ein bleibendes gefühl. es ist ein zeitloses gefühl, ich würde sogar so weit gehen und es als zwischenweltliches gefühl bezeichnen. du bist kein normaler mensch. deine ausstrahlung hat mich fasziniert. ich muss gestehen, dass ich mich in deiner ausstrahlung erholt habe, als würde ich einen langen urlaub machen. einen urlaub, ja. nur wo?

ich hatte immer die assoziation mit einem sonnenuntergang und oft auch mit einer schneebedeckten landschaft. es ist selten, dass man wesen dort trifft, oder dass man überhaupt dort hinfindet. manche menschen öffnen den blick auf diese landschaft. diese menschen wird man immer festhalten wollen, sie machen süchtig. doch es sind eigenartige menschen. sie sind, wie gesagt, anders.

kühl und frei. wie weisse leoparden oder weisse wölfe. weiss, schneeweiss. kalte blaue augen. solche wesen müssen frei sein, ich weiss. vielleicht bist du deshalb gegangen.
danke dass du mir zugehört hast und eine zeitlang meinen weg mitgegangen bist. meine welt wird sicher kälter ohne dich, aber ich bin selbst kalt genug, um es zu ertragen. obwohl ich gern manchmal anders wäre.

aber sag, wollen wir das nicht alle?
was wir immer wollten..wir bekommen es nicht. nicht in diesem leben. was mir inzwischen klar ist. uns bleiben nur kleine augenblicke, die wir als glück bezeichnen. wir fühlen uns in diesen augenblicken unendlich. wahrscheinlich sind wir es sogar.

ich streife weiter durch mein revier, wieder ein stück einsamer. wieder ein stück heimat weg. meine seele weint. aber auch das wird aufhören. bis ich wieder daran denke, welche ausstrahlung du hast. licht, das im schnee glitzert. weiss. unendlich.

du erinnerst mich an etwas, über das ich niemals reden würde, so ehrlich ich auch bin, aber ich kann nicht darüber reden. du erinnerst mich an etwas, das ich koste was es wolle für mich haben muss. ein zustand, ja. den ich niemals genau definieren werde. ich denke, die bruchstücke reichen auch. ich muss wieder so werden wie ich es einmal war, und das ist wohl so ähnlich wie du es jetzt bist.

dort wo wir waren, gibt es kein lebendes wesen.
dort wo wir waren, hat jede qual ein ende.

wir sehen uns wieder.



für rod