hope is a black butterfly
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14.3.18
jeder moment ist sterben
momentaufnahmen. hier bin ich, rauche gerade eine zigarette, denke an a.s.h., werde im nächsten moment wieder vergessen haben, was mich so berührt hat, dass ich mich wichtige augenblicke meines lebens damit beschäftigt habe, ich bin wie eine gestalt auf einer alten fotografie, noch hier und dennoch schon fast verblasst, was bleibt von mir,
i am passing through walls like a ghost
was bleibt von mir
was bleibt von mir
reisendem
was bleibt von mir
lila, archangelbar deep space
i am passing through walls like a ghost
was bleibt von mir
was bleibt von mir
reisendem
was bleibt von mir
lila, archangelbar deep space
6.7.16
26 stages of death
Moment of death:
1) The heart stops
2) The skin gets tight and grey in colour
3) All the muscles relax
4) The bladder and bowels empty
5) The body’s temperature will typically drop 1.5 degrees F. per hour unless outside
environment is a factor. The liver is the organ that stays warmest the longest,
and this temperature is used to establish time of death if the body is found within
that time frame.
After 30 minutes:
6) The skin gets purple and waxy
7) The lips, finger- and toe nails fade to a pale color or turn white as the blood leaves
8) Blood pools at the lowest parts of the body leaving a dark purple-black stain
called lividity
9) The hands and feet turn blue
10) The eyes start to sink into the skull
After 4 hours:
11) Rigor mortis starts to set in
12) The purpling of the skin and pooling of blood continue
13) Rigor Mortis begins to tighten the muscles for about another 24 hours, then will
reverse and the body will return to a limp state.
After 12 hours:
14) The body is in full rigor mortis.
After 24 hours:
15) The body is now the temperature of the surrounding environment
16) In males, the semen dies
17) The head and neck are now a greenish-blue color
18) The greenish-blue color continues to spread to the rest of the body
19) There is the strong smell of rotting meat
20) The face of the person is essentially no longer recognizable
After 3 days:
21) The gases in the body tissues form large blisters on the skin
22) The whole body begins to bloat and swell grotesquely. This process is speeded
up if victim is in a hot environment, or in water
23) Fluids leak from the mouth, nose, eyes, ears, rectum and urinary opening
After 3 weeks:
24) The skin, hair, and nails are so loose they can be easily pulled off the corpse
25) The skin cracks and bursts open in many places because of the pressure of Internal
gases and the breakdown of the skin itself
26) Decomposition will continue until body is nothing but skeletal remains, which can
take as little as a month in hot climates and two months in cold climates. The teeth
are often the only thing left, years and centuries later, because tooth enamel is the
strongest substance in the body. The jawbone is the densest, so that usually will also
remain
src
25.10.15
ok ich sehe gerade, dass sich alle von lilas blogs gerade aus der deckung getraut haben, hurra! candy her und hütchen auf, es gibt ne kleine postapokalyptische party. aber im ernst, so witzig war das auch wieder nicht mit dem wixer, der dauernd die URLs der beiträge abgegriffen hat.. man kann die teile dann überallhin posten. wird vor allem in newsfeeds verwendet, diese get URL-funktion (ist'n skript), aber eigentlich kann man die texte dann verwenden wie man will. was schon scheisse ist. aber trotzdem, wenn man bloggen will, muss man attacken von kranken wixern überstehen, ist halt so wie im real life, die menschheit ist ein verdammter abfallhaufen und wird von jahr zu jahr schlimmer, aber das macht uns schon prinzipiell nichts aus.
im moment sind wir ja sowas von zurückgezogen und tun fast nur noch arbeiten, aber denke mal, es wird wieder dinge geben, die erforscht werden müssen da draussen in der brutalen weiten welt. momentan ist es allerdings nicht der fall. alles ist tausendmal schon dagewesen, alles wird immer schlechter, nichts interessiert einen bis auf das netz. klar, das netz ist immer noch faszinierend. hm, aber irgendwie logisch. wie oft soll man denn verdammt noch mal den eigenen umkreis abgrasen, um noch was zu finden, das man nicht achzigtausendmal dokumentiert/fotografiert hat? soll heissen, der gang um den block und der weitere umkreis wird elend langweilig. ausserdem sind die meisten leute hier, öhm, wie soll man es am besten nett sagen...sagen wir mal dämlich. dämlich ist noch nett ausgedrückt. klar dass einen da nur noch das web interessiert, da sieht man wenigstens auch mal irgendwas anderes als die scheisshässlichen neugebäude, die man hier ununterbrochen herklotzt, nachdem man die kleinen alten süssen häuser, die eh nur noch verlegen und linkisch wirken und darauf warten, dass man ihnen den garaus macht, endgültig entfernt hat. man muss sie natürlich mit stumpf und stiel herausreissen aus ihren grundstücken, mit denen sie mit der zeit richtig verwachsen sind wie alte bäume, die sich immer tiefer ins erdreich bohren.
es wird immer hässlicher hier und immer langweiliger, so als wären die menschen tatsächlich das produkt eines grossen und widerwärtigen manipulators geworden, der alles ist, nur kein ästhet. man braucht orte, die sich dem ganzen widersetzen. orte und menschen. ist nicht grad leicht, das alles ..-
im moment sind wir ja sowas von zurückgezogen und tun fast nur noch arbeiten, aber denke mal, es wird wieder dinge geben, die erforscht werden müssen da draussen in der brutalen weiten welt. momentan ist es allerdings nicht der fall. alles ist tausendmal schon dagewesen, alles wird immer schlechter, nichts interessiert einen bis auf das netz. klar, das netz ist immer noch faszinierend. hm, aber irgendwie logisch. wie oft soll man denn verdammt noch mal den eigenen umkreis abgrasen, um noch was zu finden, das man nicht achzigtausendmal dokumentiert/fotografiert hat? soll heissen, der gang um den block und der weitere umkreis wird elend langweilig. ausserdem sind die meisten leute hier, öhm, wie soll man es am besten nett sagen...sagen wir mal dämlich. dämlich ist noch nett ausgedrückt. klar dass einen da nur noch das web interessiert, da sieht man wenigstens auch mal irgendwas anderes als die scheisshässlichen neugebäude, die man hier ununterbrochen herklotzt, nachdem man die kleinen alten süssen häuser, die eh nur noch verlegen und linkisch wirken und darauf warten, dass man ihnen den garaus macht, endgültig entfernt hat. man muss sie natürlich mit stumpf und stiel herausreissen aus ihren grundstücken, mit denen sie mit der zeit richtig verwachsen sind wie alte bäume, die sich immer tiefer ins erdreich bohren.
es wird immer hässlicher hier und immer langweiliger, so als wären die menschen tatsächlich das produkt eines grossen und widerwärtigen manipulators geworden, der alles ist, nur kein ästhet. man braucht orte, die sich dem ganzen widersetzen. orte und menschen. ist nicht grad leicht, das alles ..-
16.8.15
trauma
der schock, einen freund zu verlieren, den man seit jahren um sich hatte
wie eine neue ära, die beginnt, und man versucht, sich selbst zu ändern, damit man besser funktioniert,
damit man egal was auch immer im leben passieren wird nie wieder fühlt
der freund, der nicht selbst sondern nur für dich gestorben ist,
früher einen teil deines lebens ausmachte,
gott sei dank nicht dein leben war
was würde passieren, wenn so ein mensch geht,
einer der dein leben war
würdest du dann auch gehen, und was noch wichtiger ist,
was würde bleiben
mensch sein ist surreal
früher sagte ich immer ich werde niemals einen menschen lieben,
menschen zerbrechen andere menschen
das ist ihr ureigenster charakter
menschen sind zerstörung und wenn es liebe gibt
dann muss es wohl ein zufall sein
so wie eine rose inmitten von brennnesseln
wie eine neue ära, die beginnt, und man versucht, sich selbst zu ändern, damit man besser funktioniert,
damit man egal was auch immer im leben passieren wird nie wieder fühlt
der freund, der nicht selbst sondern nur für dich gestorben ist,
früher einen teil deines lebens ausmachte,
gott sei dank nicht dein leben war
was würde passieren, wenn so ein mensch geht,
einer der dein leben war
würdest du dann auch gehen, und was noch wichtiger ist,
was würde bleiben
mensch sein ist surreal
früher sagte ich immer ich werde niemals einen menschen lieben,
menschen zerbrechen andere menschen
das ist ihr ureigenster charakter
menschen sind zerstörung und wenn es liebe gibt
dann muss es wohl ein zufall sein
so wie eine rose inmitten von brennnesseln
6.10.14
tut mir das nicht an
unser song. einer der wichtigsten. schade, dass kay nicht auf fb ist. sie würde sich erinnern, an ghost und steve. sie weiss nicht, dass ich gerade eine schreibblockade habe,
keine briefe zusammenbringe. sie weiss nicht, wie unendlich leid es mir tut. wie oft ich an sie denke. an ghost und die rosenblätter in seinen taschen. seine gedichte.
an seine fragilität, daran, dass er die zimmerdecke blau angemalt hat und den sternenhimmel darauf. daran, dass er steve geschichten erzählt, damit sie zuhause sind,
für ein paar minuten, in einer nacht wie dieser. sie denkt, ich würde mich auflösen, hätte alles vergessen. wir könnte ich? das hier ist unser song. der wichtigste song.
ich muss auch an eddie denken. an unsere nächtlichen gespräche am compi. daran, dass ich, so irre das auch ist, kerzenlicht neben dem monitor hatte.
daran, dass wir kochrezepte aus nola ausgetauscht haben. am liebsten wären wir dort gewesen. wären nie älter geworden, hätten in unserer welt aus mukke, nacht, blut und
wahnsinn überdauert, bis die welt untergeht. und trotzdem war so viel sanftheit in uns.
das ist das, was von uns bleiben soll. woran man sich erinnern soll.
wir werden nicht ewig leben wie vampire. zumindest nicht in unserer äusserlichen form. obwohl es sicher auch schade ist, aber so läuft das leben halt, weisste, ed.
nicht gerade fair, ich weiss. niemand hat gesagt, dass das leben fair ist. meine augen sind gerade voll tränen. du solltest mich sehen. du würdest sagen, dass gerade ich nicht
weinen muss.
verlasst mich nicht. egal, was passiert. tut mir das nicht an. in irgend einer form bin ich unsterblich. aber ohne euch
kann ich nicht---
der text ist n bisschen älter. stammt von fb, als ich da noch aktiv war. hab anscheinend da nen song gepostet und den vollen flashback gekriegt. hab so nebenbei bemerkt, dass ich grad im begriff bin, auseinanderzubrechen. dass ich mich immer über freunde definiert habe.
einige sind gegangen. einige werden für immer bleiben.
wir verlieren so viel und trotzdem überleben wir.
ein perverses kleines wunder.
nachtrag: ich hab den song vergessen
9.1.12
ein brief..
"ich erinnere mich an den sommerregen und das leise grummeln eines herannahenden gewitters, und wie ein windstoss die fenster aufdrückt, die ersten tropfen hereinfallen. man fröstelt, doch es ist wunderschön, nicht wahr? diese tage sind die wertvollsten und auch die seltsamsten. ich habe sie immer mit dir in verbindung gebracht. kein sommerregen ohne einen gedanken an dich. das flüsternde grau, der wolkige himmel, eine kerze flackert neben der tastatur. :-) ich sitze da und schreibe, höre dem regen zu, manche deiner worte nehmen gestalt an in diesen seltsamen tagen, wo der regen stundenlang fällt und blatt um blatt mit worten angefüllt werden, die dann erst einen sinn ergeben, wenn sie dem richtigen menschen erzählt werden. und wieder ist hier ein gefühl, das, wie du sicher noch weißt, nicht erklärbar ist. kein ringen um worte, sondern ein wortloser monolog oder gesang, den kaum einer vernehmen kann, nur diejenigen, die in der stunde des sterbenden lichtes ihre heimat gefunden haben. ist es noch die heimat? Ich weiss mit einem mal, dass es so sein muss. ich möchte dir nicht viel über meine gesundheit schreiben, es langweilt dich und auch mich, aber eins muss ich unbedingt erwähnen: der reissende schmerz der letzten jahre ist verschwunden, als ich von den regentagen erzählte, vom grummelnden gewitter, der flackernden kerze, dem sterbenden licht.
gibt es wesen, die so kompliziert und anders sind als alle anderen, dass man sie mit kaum jemandem vergleichen kann? gibt es wesen, die nur im grauton des zwielichtes lebensfähig sind?"
gibt es wesen, die so kompliziert und anders sind als alle anderen, dass man sie mit kaum jemandem vergleichen kann? gibt es wesen, die nur im grauton des zwielichtes lebensfähig sind?"
9.8.11
die traurigkeit von verlassenen häusern, die dinge, die nicht getröstet werden können, weil sie es nicht wollen. gibt es diese traurigkeit? sag du es mir. lehn dich nach vor und flüstere in mein ohr. ich werde niemandem davon erzählen, ich verspreche es. erzähl mir das geheimnis, das hinter deiner fröhlichkeit liegt. ich hab sie dir nie abgenommen, obwohl sie gut gespielt war. deine augen sprechen eine andere sprache. nur manchmal. selten. so gut wie nie. aber ich hab dich einmal nackt gesehen. wie das wieder klingt. du weisst, wie ich es meine.
die nackten augen, wilde augen, die augen eines gequälten tieres, das sich in seinem käfig wund gelegen hat, die vielen jahre lang. ich möchte dich in meinem arm halten und ein lied für dich singen. ein lied, das dir den schmerz nimmt, auch wenn es nur für kurze zeit ist. das lied kenne ich auswendig. es hat keine worte.
es ist der himmel und der wind, das wilde tier mit dem seidigen fell, das auf einer waldlichtung steht und zum himmel schnuppert. den ersten schnee riecht, ein tier das über eine ebene läuft, sich zu mir umdreht und mir einen gruss über die felder und wiesen hinweg schickt. ich sehe den stern, der schon da ist, obwohl du noch hier bist, das licht, das direkt in deinen körper zu fliessen scheint, das dich umgibt wie eine aureole. ich sehe dich von weiter ferne auf der ebene stehen, der wind geht --
und lauf. lauf so schnell du kannst.
die nackten augen, wilde augen, die augen eines gequälten tieres, das sich in seinem käfig wund gelegen hat, die vielen jahre lang. ich möchte dich in meinem arm halten und ein lied für dich singen. ein lied, das dir den schmerz nimmt, auch wenn es nur für kurze zeit ist. das lied kenne ich auswendig. es hat keine worte.
es ist der himmel und der wind, das wilde tier mit dem seidigen fell, das auf einer waldlichtung steht und zum himmel schnuppert. den ersten schnee riecht, ein tier das über eine ebene läuft, sich zu mir umdreht und mir einen gruss über die felder und wiesen hinweg schickt. ich sehe den stern, der schon da ist, obwohl du noch hier bist, das licht, das direkt in deinen körper zu fliessen scheint, das dich umgibt wie eine aureole. ich sehe dich von weiter ferne auf der ebene stehen, der wind geht --
und lauf. lauf so schnell du kannst.
7.5.10
zärtlichkeit
damals, als wir noch alles hatten,
waren wir nicht wirklich glücklich darüber.
das aussergewöhnliche wurde zu schnell gewöhnlich
an schönheit zu schnell sattgesehen und niemals daran gezweifelt,
dass alles für immer sein würde
wir gaben uns nicht einmal mühe, zu verstehen,
warum sich alles aufbäumt und in voller blüte steht
am ende, und das ende kam schnell und riss uns die füsse weg
seither betrachten wir ringsumher alles voller zärtlichkeit
und dennoch ist es vergebens
das was wir versuchen zu finden, war einmal
wir liebten es zuwenig, obwohl wir es liebten
lass es nie enden, sagten wir und wir sagten es wohl aus gewohnheit
der schöne klang unserer worte
und dennoch war es zuwenig
wir betrachten die welt voll zärtlichkeit
mancher von uns weiss, dass man nie zuviel lieben kann
immer nur zuwenig.
waren wir nicht wirklich glücklich darüber.
das aussergewöhnliche wurde zu schnell gewöhnlich
an schönheit zu schnell sattgesehen und niemals daran gezweifelt,
dass alles für immer sein würde
wir gaben uns nicht einmal mühe, zu verstehen,
warum sich alles aufbäumt und in voller blüte steht
am ende, und das ende kam schnell und riss uns die füsse weg
seither betrachten wir ringsumher alles voller zärtlichkeit
und dennoch ist es vergebens
das was wir versuchen zu finden, war einmal
wir liebten es zuwenig, obwohl wir es liebten
lass es nie enden, sagten wir und wir sagten es wohl aus gewohnheit
der schöne klang unserer worte
und dennoch war es zuwenig
wir betrachten die welt voll zärtlichkeit
mancher von uns weiss, dass man nie zuviel lieben kann
immer nur zuwenig.
15.10.09
hüter der asche
komische idee, die ich auf einmal hatte. passt so gar nicht zu mir. aber ist es wert, einmal weiterzudenken. ein anderes gedankenkonstrukt, ganz weit weg von dem, was ich gewöhnt bin.
ich schreib ja ganz gern über alte dinge. ich mag die alten dinge. dinge, die im begriff sind, sich aufzulösen.
moment, es gibt doch etwas, das die beiden gedankenkonstrukte verbindet. geistesblitz!
also weiter im text. ich hab auf einmal gedacht, wie schön es wäre, irgendwo zu leben, wo es nichts, aber schon gar nix, altes gibt. ein neuer kontinent, mit städten, die neu erbaut werden. man sieht dann nicht die vergangene identität eines volkes, sondern die jetzige, die aktuelle. es muss schön sein, sich so extrem zu spüren. seine eigene identität zu spüren, in den städten, der architektur, in der kunst.
wir hier hüten die asche unserer vorväter, die ganze zeit haben wir nur das gemacht: erhalten. wie in einem gigantischen museum...oder friedhof. daraus scheint zu resultieren, dass wir selbst so gut wie keine identität mehr haben. wir identifizieren uns mit dem, was diejenigen, die vor uns gelebt haben, gemacht haben, doch das sind nicht wir.
so schliesst sich der gedankenkreis wieder. die dinge, die im begriff sind, sich aufzulösen, machen platz für neue dinge. ein natürlicher prozess. das dauernde erhalten und konservieren kann nicht wirklich gesund sein. wir lassen die dinge nicht sterben, nichts darf sich verabschieden, einfach gehen.
wir quetschen unsere kunstwerke, und neue architektur verschämt in die zwischenräume, in die lücken, die es vereinzelt gibt, hinein. und wehe, es passt nicht zum alten bild. wir müssten uns also dem alten design völlig unterwerfen, damit wir nicht als barbaren gelten. krank, oder?
manchmal wünsche ich mir, in einem land wie neuseeland zu leben. wo ganz viel platz ist für neue ideen, für uns selbst. wahrscheinlich fühlt man sich dort freier, kann besser durchatmen. kann es sein, dass unsere alte kultur uns langsam erstickt und dass wir es nicht merken wollen - um nicht als barbaren zu gelten? denn mögen müssen wir alles. wir kulturmenschen :)
jeder, der nach europa kommt, beneidet uns um unsere uralte kultur. die keinen platz für neue kultur lässt.
ein seltsamer gedanke. es fühlt sich komisch an, so zu denken. fast, als wäre man ein wildes tier, das draussen rastlos herumirrt und an alte monumente pinkelt, wenn gerade keiner hinschaut.
dinge, die verschwinden. die fröhlichen dinge. leicht anarchisch vor sich hingammelnd und freiräume schaffend, für menschen, die nicht dabei sind, ihre identität mühsam wieder auszugraben, sondern für die, die einfach sie selbst sein können. weil es nichts anderes gibt ausser ihnen und ihrer kreativität.
und wenn das kein gegensatz zu meinem vorigen posting war. back to the roots...zurück zu den alten dingen...hm, es gibt sicher noch vieles, worüber ich mir klarheit verschaffen muss. wie vereint man beides? gibt es sowas überhaupt? gibt es für uns überhaupt nur archaische verhaltensmuster? ist das unsere wahre identität?
wenn ja, ok, auch gut. nur haben wir nicht mal die chance, das zu entdecken. ist ja schon alles da. was müssen wir schon gross tun, ausser erhalten...
ich schreib ja ganz gern über alte dinge. ich mag die alten dinge. dinge, die im begriff sind, sich aufzulösen.
moment, es gibt doch etwas, das die beiden gedankenkonstrukte verbindet. geistesblitz!
also weiter im text. ich hab auf einmal gedacht, wie schön es wäre, irgendwo zu leben, wo es nichts, aber schon gar nix, altes gibt. ein neuer kontinent, mit städten, die neu erbaut werden. man sieht dann nicht die vergangene identität eines volkes, sondern die jetzige, die aktuelle. es muss schön sein, sich so extrem zu spüren. seine eigene identität zu spüren, in den städten, der architektur, in der kunst.
wir hier hüten die asche unserer vorväter, die ganze zeit haben wir nur das gemacht: erhalten. wie in einem gigantischen museum...oder friedhof. daraus scheint zu resultieren, dass wir selbst so gut wie keine identität mehr haben. wir identifizieren uns mit dem, was diejenigen, die vor uns gelebt haben, gemacht haben, doch das sind nicht wir.
so schliesst sich der gedankenkreis wieder. die dinge, die im begriff sind, sich aufzulösen, machen platz für neue dinge. ein natürlicher prozess. das dauernde erhalten und konservieren kann nicht wirklich gesund sein. wir lassen die dinge nicht sterben, nichts darf sich verabschieden, einfach gehen.
wir quetschen unsere kunstwerke, und neue architektur verschämt in die zwischenräume, in die lücken, die es vereinzelt gibt, hinein. und wehe, es passt nicht zum alten bild. wir müssten uns also dem alten design völlig unterwerfen, damit wir nicht als barbaren gelten. krank, oder?
manchmal wünsche ich mir, in einem land wie neuseeland zu leben. wo ganz viel platz ist für neue ideen, für uns selbst. wahrscheinlich fühlt man sich dort freier, kann besser durchatmen. kann es sein, dass unsere alte kultur uns langsam erstickt und dass wir es nicht merken wollen - um nicht als barbaren zu gelten? denn mögen müssen wir alles. wir kulturmenschen :)
jeder, der nach europa kommt, beneidet uns um unsere uralte kultur. die keinen platz für neue kultur lässt.
ein seltsamer gedanke. es fühlt sich komisch an, so zu denken. fast, als wäre man ein wildes tier, das draussen rastlos herumirrt und an alte monumente pinkelt, wenn gerade keiner hinschaut.
dinge, die verschwinden. die fröhlichen dinge. leicht anarchisch vor sich hingammelnd und freiräume schaffend, für menschen, die nicht dabei sind, ihre identität mühsam wieder auszugraben, sondern für die, die einfach sie selbst sein können. weil es nichts anderes gibt ausser ihnen und ihrer kreativität.
und wenn das kein gegensatz zu meinem vorigen posting war. back to the roots...zurück zu den alten dingen...hm, es gibt sicher noch vieles, worüber ich mir klarheit verschaffen muss. wie vereint man beides? gibt es sowas überhaupt? gibt es für uns überhaupt nur archaische verhaltensmuster? ist das unsere wahre identität?
wenn ja, ok, auch gut. nur haben wir nicht mal die chance, das zu entdecken. ist ja schon alles da. was müssen wir schon gross tun, ausser erhalten...
27.1.09
totdenken
dinge, die für die nachwelt erhalten werden, finde ich zum sterben langweilig. häuser, die mühevoll bis ins kleinste detail restauriert werden, mit frischer farbe versehene fassaden, mit neuen fenstern und blank polierten türknäufen schrecken mich wirklich ab. ich finde nichts schlimmer als totrestaurierte häuser. in denen man wieder leben kann.:-)
man sagt, dass die dinge restauriert werden, damit man sie nicht vergisst, damit sie in irgendeiner form weiterleben. ziemlicher blödsinn, wenn man mich fragt. woran erinnert man sich denn, wenn man etwas betrachtet, dessen ausstrahlung verloren gegangen ist? wir haben die unangenehme eigenschaft, vieles einfach totzudenken. der verfall ist für uns sterben...also versuchen wir, ihn zu verhindern, indem wir konservieren. dass das produkt unserer bemühungen dann wirklich und endgültig tot ist, unecht und steril, nehmen wir in kauf. zieht sich ja durch unser ganzes denken...in unserer "kultur" darf es nichts alterndes oder altes geben...es ist undenkbar...ein tabu.
vielleicht gäbe es möglichkeiten, alte dinge zu erhalten, ohne sie zu zerstören. sie zu schützen, sensibel damit umzugehen, mit liebe bei der sache zu sein. einige menschen wären dazu sicher in der lage. ich frage mich immer, wo diese leute sind. menschen, die diese gewisse...und jetzt verwende ich einen begriff, der heutzutage wirklich verpönt ist...diese...zärtlichkeit fühlen. es wäre gut, wenn man diesen ... künstlern ... die erhaltung der alten bausubstanz überlassen würde. man muss nicht zerstören. zerstörung kommt meistens vom mangel an zeit...man müsste sich eben länger damit beschäftigen und genau das funktioniert bei uns nicht mehr. darum ist die wirklich interessante zeit der baukunst schon lang vorüber. und alles, was noch interessant ist und von damals stammt, wird gnadenlos an die heutige zeit angepasst...das bessere wird dem schlechteren angepasst, was ein jammer ist. und dass unsere hightechwelt so ein gigantischer fortschritt ist...darüber liesse sich endlos diskutieren. ein fortschritt wäre es, wenn wir die vergangenheit mit in unsere gegenwart nehmen würden, anstatt uns über sie erhaben zu fühlen. meine unbedarfte meinung dazu.
die ganze ausstrahlung dieser alten häuser ist verschwunden, ihre lange geschichte abrupt unterbrochen worden und die geschichten, die sich in ihnen abgespielt haben, fallen nun endgültig der vergessenheit anheim...weil sie keiner mehr erzählt, und wohl kaum einer hören möchte. es sind ja nur geschichten von menschen. ich finde es einigermassen sonderbar, dass man sich dafür nicht interessiert. es scheint so, als würde man sich in keinster weise für die eigene rasse interessieren, es sei denn, man fühlt sich gerade einsam und möchte den sozialen trieb befriedigen....aber andere gründe gibt es nicht. geschichtliches interesse, z.b. wir lernen aus geschichtsbüchern in der schule, das ist schon alles. geschichte ohne bezug zu den kleinen geschichten, die die grösseren zusammenhänge erst begreiflich machen. geschichten von menschen. man kann sie aus den alten häusern herauslesen, wenn man genau hinsieht. ich glaube, dass man in einem bestimmten alter aufnahmefähiger ist und die wahrnehmung der welt lernen bzw. trainieren kann, wenn man gute lehrer hat...was meistens ja eher nicht so der fall ist. da wir alle miteinander keine zeit haben.
es ist undenkbar, alte gemäuer einfach so zu belassen, wie sie sind und sie dem fröhlichen verfall zu überlassen. leider ist es so. wir brauchen immer mehr platz...ist mir schon klar, aber trotzdem .... ich erinnere mich an die orte, die in meiner kindheit wichtig waren...die für mich irgendeine rolle spielten. neben der natur waren es immer uralte gebäude, die meine fantasie weckten. kinder brauchen geschichten. sie scheinen sich auch für geschichte zu interessieren. sie ist lebendig für sie.
man sagt, dass die dinge restauriert werden, damit man sie nicht vergisst, damit sie in irgendeiner form weiterleben. ziemlicher blödsinn, wenn man mich fragt. woran erinnert man sich denn, wenn man etwas betrachtet, dessen ausstrahlung verloren gegangen ist? wir haben die unangenehme eigenschaft, vieles einfach totzudenken. der verfall ist für uns sterben...also versuchen wir, ihn zu verhindern, indem wir konservieren. dass das produkt unserer bemühungen dann wirklich und endgültig tot ist, unecht und steril, nehmen wir in kauf. zieht sich ja durch unser ganzes denken...in unserer "kultur" darf es nichts alterndes oder altes geben...es ist undenkbar...ein tabu.
vielleicht gäbe es möglichkeiten, alte dinge zu erhalten, ohne sie zu zerstören. sie zu schützen, sensibel damit umzugehen, mit liebe bei der sache zu sein. einige menschen wären dazu sicher in der lage. ich frage mich immer, wo diese leute sind. menschen, die diese gewisse...und jetzt verwende ich einen begriff, der heutzutage wirklich verpönt ist...diese...zärtlichkeit fühlen. es wäre gut, wenn man diesen ... künstlern ... die erhaltung der alten bausubstanz überlassen würde. man muss nicht zerstören. zerstörung kommt meistens vom mangel an zeit...man müsste sich eben länger damit beschäftigen und genau das funktioniert bei uns nicht mehr. darum ist die wirklich interessante zeit der baukunst schon lang vorüber. und alles, was noch interessant ist und von damals stammt, wird gnadenlos an die heutige zeit angepasst...das bessere wird dem schlechteren angepasst, was ein jammer ist. und dass unsere hightechwelt so ein gigantischer fortschritt ist...darüber liesse sich endlos diskutieren. ein fortschritt wäre es, wenn wir die vergangenheit mit in unsere gegenwart nehmen würden, anstatt uns über sie erhaben zu fühlen. meine unbedarfte meinung dazu.
die ganze ausstrahlung dieser alten häuser ist verschwunden, ihre lange geschichte abrupt unterbrochen worden und die geschichten, die sich in ihnen abgespielt haben, fallen nun endgültig der vergessenheit anheim...weil sie keiner mehr erzählt, und wohl kaum einer hören möchte. es sind ja nur geschichten von menschen. ich finde es einigermassen sonderbar, dass man sich dafür nicht interessiert. es scheint so, als würde man sich in keinster weise für die eigene rasse interessieren, es sei denn, man fühlt sich gerade einsam und möchte den sozialen trieb befriedigen....aber andere gründe gibt es nicht. geschichtliches interesse, z.b. wir lernen aus geschichtsbüchern in der schule, das ist schon alles. geschichte ohne bezug zu den kleinen geschichten, die die grösseren zusammenhänge erst begreiflich machen. geschichten von menschen. man kann sie aus den alten häusern herauslesen, wenn man genau hinsieht. ich glaube, dass man in einem bestimmten alter aufnahmefähiger ist und die wahrnehmung der welt lernen bzw. trainieren kann, wenn man gute lehrer hat...was meistens ja eher nicht so der fall ist. da wir alle miteinander keine zeit haben.
es ist undenkbar, alte gemäuer einfach so zu belassen, wie sie sind und sie dem fröhlichen verfall zu überlassen. leider ist es so. wir brauchen immer mehr platz...ist mir schon klar, aber trotzdem .... ich erinnere mich an die orte, die in meiner kindheit wichtig waren...die für mich irgendeine rolle spielten. neben der natur waren es immer uralte gebäude, die meine fantasie weckten. kinder brauchen geschichten. sie scheinen sich auch für geschichte zu interessieren. sie ist lebendig für sie.
3.1.09
snow
ich bin ein einzelgänger. es gibt eigentlich keinen grund dafür, ich denke, ich bin schon so geboren worden. schon als kleines kind war ich am liebsten allein unterwegs, in der natur. die orte, die ich aufsuchte, waren meistens entlegen und immer etwas düster. sie hatten eine eigene ausstrahlung. jetzt weiss ich, dass man melancholie dazu sagt. eine form der traurigkeit, die man in der gesellschaft von menschen nicht empfinden kann. warum, weiss ich nicht, denn menschen sind auch oft traurig oder nachdenklich...aber das ist es nicht, was ich unter melancholie verstehe. die melancholie der menschen hängt immer irgendwie mit trauer zusammen oder mit einem rückblick auf dinge, die verloren sind.
die melancholie von einsamen orten fühlt sich völlig anders an. im japanischen heisst es wabi-sabi, die ästhetik des vergehenden. und immer ist eine spur fröhlichkeit dabei, die den anderen menschen um mich völlig entgeht. sie fühlen es einfach nicht. die fröhlichkeit der dinge, die sich gerade auflösen. so, als wären sie kurz davor, freigelassen zu werden.
aber ich schweife ab. über die dinge, die sich gerade auflösen, werde ich noch genug schreiben. so fühlt sich eben meine welt an, und ich bin ein aussenseiter, wie man sich denken kann. nur macht es mir nichts aus.:-)
den weltschmerz der gothics teile ich nicht, obwohl mich so manches an der gothic szene interessiert. ich denke, für sie bin ich zu lebensbejahend. was wie ein widerspruch klingt, wenn man sich durchliest, was ich über die auflösung der dinge geschrieben habe. doch es ist nur die oberfläche...und ich schweife ab.:-) ich habe viel zuviele gedanken im kopf, die ich ordnen sollte. bin wirklich der nachdenkliche typ. zu viele gedanken und träume, und zu wenig sinn für die realität. wird mir oft vorgeworfen, auch von den wenigen, die ich für meine freunde halte.
mein name ist snow. ich liebe kälte, schnee und eis, die stillen stunden des winters, und vor allem die winternächte. ich liebe es, mir vorzustellen, dass die blumen unter der schneedecke schlafen.
die melancholie von einsamen orten fühlt sich völlig anders an. im japanischen heisst es wabi-sabi, die ästhetik des vergehenden. und immer ist eine spur fröhlichkeit dabei, die den anderen menschen um mich völlig entgeht. sie fühlen es einfach nicht. die fröhlichkeit der dinge, die sich gerade auflösen. so, als wären sie kurz davor, freigelassen zu werden.
aber ich schweife ab. über die dinge, die sich gerade auflösen, werde ich noch genug schreiben. so fühlt sich eben meine welt an, und ich bin ein aussenseiter, wie man sich denken kann. nur macht es mir nichts aus.:-)
den weltschmerz der gothics teile ich nicht, obwohl mich so manches an der gothic szene interessiert. ich denke, für sie bin ich zu lebensbejahend. was wie ein widerspruch klingt, wenn man sich durchliest, was ich über die auflösung der dinge geschrieben habe. doch es ist nur die oberfläche...und ich schweife ab.:-) ich habe viel zuviele gedanken im kopf, die ich ordnen sollte. bin wirklich der nachdenkliche typ. zu viele gedanken und träume, und zu wenig sinn für die realität. wird mir oft vorgeworfen, auch von den wenigen, die ich für meine freunde halte.
mein name ist snow. ich liebe kälte, schnee und eis, die stillen stunden des winters, und vor allem die winternächte. ich liebe es, mir vorzustellen, dass die blumen unter der schneedecke schlafen.
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