17.12.11

noch immer ohne schnee, aber ich kann ihn manchmal riechen. der schnee kommt spät dieses jahr. vielleicht wird er dafür im nächsten jahr umso länger liegen bleiben. bis in den april..
die schatten der kahlen bäume malen dunkelviolette gespensterbilder auf den boden, nur noch die immergrünen bäume sehen nach wachstum und leben aus, alles andere scheint bereits zu schlafen. scheintot zu sein. manchmal glitzert etwas frost auf den kahlen ästen oder auf dem boden. schneewolken segeln über den himmel, riechen nach ozon und es ist fast lächerlich, dass sie weiss riechen, dass die farbe weiss einen geruch hat. schnee riecht weiss und ozon riecht weiss. beides riecht nach chemie, einem drogentrip oder ein wenig zuviel tabletten :) aber irgendwie macht es süchtig. wie alles, was nach chemie riecht.


:) endlich! schon so lang drauf gewartet..
ja, und ich hab mehr als 4 finger!!

12.12.11

"Her heart became a bird, trapped inside the glass box of her chest, flapping violently into wall after invisible wall, crumpling into a heap of broken hollow-bones on the transparent floor."


K.I. Hope, Hector

29.11.11

sonntagnachmittag





ein typischer sonntagnachmittag mit milchkaffee und tumblr. die bilder oben stammen von tumblr und das untere ist mein kleiner zimmerbaum mit seinem amethyst. dass jeder baum einen eigenen stern hat, ist ja klar, aber dieser hier besitzt noch dazu einen eigenen halbedelstein. der absolut perfekt in den letzten herbstsonnenstrahlen funkelt.

bald wird es schneien. die sonne wird sich verändern, sie bekommt etwas kaltes. ich fühle es, ich wache langsam auf.

13.10.11

stars - dead hearts



they had lights inside their eyes

6.10.11

"In a city by the sea which was once called St. Petersburg, then Petrograd, then Leningrad, then, much later, St. Petersburg again, there stood a long, thin house on a long, thin street. By a long, thin window, a child in a pale blue dress and pale green slippers waited for a bird to marry her."
from Deathless, by Catherynne M. Valente


source

27.9.11

so müde




13.9.11

Mozez - Spinning Top

letter written on a paper crane, by dave rowley

Dear Person,
The world is worsening.

This bird has been carefully crafted
from the last sheet of paper
in my notebook. She cannot fly.

I know this, but am relying on wind
and good luck, hoping she will be carried
toward people who can help. Clouds live

between me and the horizon, and the streets
are too quiet. Did something happen? Warm birds

are rare here, they fell from the trees weeks ago.
I’m sending my paper crane in search of life, though
I doubt you can come. Please care

for the bird even though she cannot sing.
To compensate for this I sang while making her —
each crease contains one song. If you come,

you will know when you find me; my house
has a light on. Please bring paper.

6.9.11

dear world...




trolololol

9.8.11

die traurigkeit von verlassenen häusern, die dinge, die nicht getröstet werden können, weil sie es nicht wollen. gibt es diese traurigkeit? sag du es mir. lehn dich nach vor und flüstere in mein ohr. ich werde niemandem davon erzählen, ich verspreche es. erzähl mir das geheimnis, das hinter deiner fröhlichkeit liegt. ich hab sie dir nie abgenommen, obwohl sie gut gespielt war. deine augen sprechen eine andere sprache. nur manchmal. selten. so gut wie nie. aber ich hab dich einmal nackt gesehen. wie das wieder klingt. du weisst, wie ich es meine.
die nackten augen, wilde augen, die augen eines gequälten tieres, das sich in seinem käfig wund gelegen hat, die vielen jahre lang. ich möchte dich in meinem arm halten und ein lied für dich singen. ein lied, das dir den schmerz nimmt, auch wenn es nur für kurze zeit ist. das lied kenne ich auswendig. es hat keine worte.
es ist der himmel und der wind, das wilde tier mit dem seidigen fell, das auf einer waldlichtung steht und zum himmel schnuppert. den ersten schnee riecht, ein tier das über eine ebene läuft, sich zu mir umdreht und mir einen gruss über die felder und wiesen hinweg schickt. ich sehe den stern, der schon da ist, obwohl du noch hier bist, das licht, das direkt in deinen körper zu fliessen scheint, das dich umgibt wie eine aureole. ich sehe dich von weiter ferne auf der ebene stehen, der wind geht --

und lauf. lauf so schnell du kannst.

29.7.11

we just want to live



We just want to live. If anyone would let us.
Jeffrey Eugenides - The Virgin Suicides

1.7.11

...

"A first sign of the beginning of understanding is the wish to die."
-Franz Kafka

tears

heute beim surfen--
gerade eben beim bildersuchen auf flickr ist mir ein mausoleum aufgefallen, das ich von früher kannte. es befindet sich auf einer insel, mitten im wald. ich war noch nie dort, aber ich kenne die bilder von einer website, die es vor ewigkeiten gegeben hat. als das internet noch einigermassen neu war und dementsprechend sahen die websites aus-krude machwerke mit knallbunten hintergründen. aber einige davon waren richtig gut. besser als so manches heutzutage, und informativer. jedenfalls, das mausoleum hiess afterglow vista. irgendwie seltsam und schön. vor allem afterglow. ich kann mich an dinge erinnern, die mit diesem wort etwas zu tun haben. aber es geht zu weit, wie immer.

ich weiss noch, dass ich mit eddie darüber geredet habe, über eben dieses mausoleum und über noch einen friedhof, den ich gleich nach dem mausoleum damals im netz gefunden habe. der friedhof der familie wikham. wahnsinn, dass man so wenig vergisst. eddie sass damals in berlin und ich hier und wir konnten uns endlich mal auf die schnelle unterhalten (wie gesagt, das netz war einigermassen neu) und ich hab ihr dann die photos gemailt. mein gott, dauerte das lange.:) ich kann mich ganz genau erinnern. sie gehörte zu den ganz wenigen menschen, die verstanden, wie ich ticke. was in mir vorging. das wusste sie genau und sie konnte es auch spüren. sie war inspiriert, wollte ne story schreiben, und ich denke, sie war zuhause in diesem moment

wie ich

und ich weiss noch, dass damals die langen sommerregen fielen und wie die strasse roch, nach erde und irgendetwas süsses lag in der luft

scheisse, ich beginne, zu heulen

...
und dann. diesen friedhof kenne ich aus einem traum. ich weiss noch, die strassen und marmorhäuser, damals dachte ich, wie in einer richtigen stadt, nur dass mir die bewohner sympathischer sind--

recoleta

...

ich guck gerade bladerunner. es gibt nur wenig filme, bei denen ich mich so zuhause fühle. vielleicht nehme ich ihn mit in meine träume und in die nächsten tage. es wäre zu hoffen.

wir sind mehr als fleisch und blut.
wir sind mehr
.

irgendwo im netz weint mein virtueller ava gerade tränen aus licht

11.6.11

you aren’t alone. go to sleep

Physics says: Go to sleep. Of course you’re tired. Every atom in you has been dancing the shimmy in silver shoes nonstop from mitosis to now. Quit tapping your feet. They’ll dance inside themselves without you. Go to sleep.

Geology says: It will be all right. Slow inch by inch America is giving itself to the ocean. Go to sleep. Let darkness lap at your sides. Give darkness an inch. You aren’t alone. All of the continents used to be one body. You aren’t alone. Go to sleep.

Astronomy says: The sun will rise tomorrow,

Zoology says: On rainbow-fish and little gazelle,

Psychology says: But first it has to be night, so

Biology says: The body-clocks are stopped all over town and

History says: Here are the blankets, layer on layer, down and down.


Albert Goldbarth, The Sciences Sing a Lullaby


3.6.11

depression test...your results :)

DisorderYour Score
Major Depression:Slight
Dysthymia:Slight-Moderate
Bipolar Disorder:High-Moderate
Cyclothymia:Slight
Seasonal Affective Disorder:Slight
Postpartum Depression:N/A

Take the Depression Test



Bipolar Disorder

Also known as manic-depressive disorder, bipolar disorder results in dramatic mood swings in the sufferer. This psychological disorder is characterized by perpetual shifts between manic and depressive phases. During the manic phase, one may feel unnaturally confident, energetic, and out of control. The depressive phase shares many symptoms with major depression.

In a given year approximately one percent of the population will experience bipolar disorder, according to NIMH. The disorder often begins in adolescence or young adulthood. Bipolar is the only depressive disorder that is not heavily skewed toward women.

Symptoms of Bipolar Disorder
Manic Phase

Little sleep, plenty of energy
Exaggerated optimism, excessive self-confidence, euphoric mood
Engaging in wreckless, inappropriate behavior
Promiscuity, sexual aggression
Distractible, unable to concentrate, too many ideas
Abuse of alcohol or drugs
Increased irritability
Manic phase lasts at least one week

Depressive Phase

Deep despair, suicidal thoughts or actions
Anger or fear due to uncontrollable mood swings
Feelings of guilt, low self-esteem
Difficulty falling asleep, restless sleeping, over-sleeping
Diminished sex drive
Loss of interest in formerly-enjoyed activities
Eating disorders, unexpected weight gain or loss
Physical pains not associated with a known illness



könnte hinkommen :)

28.4.11

everything we are is fragile

25.4.11

Linkin Park Numb


ihr mich auch

ich war immer ziemlich deprimiert, um es harmlos auszudrücken, weil mich hier ein paar leute anscheinend überhaupt nicht raffen. spiesserweiber und ihre männer aus der nachbarschaft zum beispiel, und ihre kotzigen fetten kids. dass die leute behaupten, ich würde auf den strich gehen, ich wäre satanist, ich würde dies und jenes anstellen..das alles hat mich so zerstört, dass ich füher fast ein fall für die klappse geworden wäre.

das sind leute, die den ganzen tag im garten abhängen mit ihren kläffenden hässlichen winzkötern, die sonntag vormittag schon zum saufen anfangen, und fett rumgröhlen, damit es eh die ganze nachbarschaft hört. und das sind die angesehenenen BÜRGER. denen ist es irgendwie entgangen, dass ich schon um 6 uhr morgens ins büro hetze, dass ich todmüde heimkomme, dass ich jeden tag noch mehr arbeit für’s büro mitheim nehme. dass meine wohnung sauber ist, sehen die natürlich nicht. ich bin schwarz, aber keine sau. ich trag schwarze klamotten, aber ich weiss, was seife ist (im gegensatz zu einigen wohlstandsverwahrlosten nachbarskötern..äh..kids). ich geh natürlich nicht auf den strich. wenn ich das täte, hätte ich mindestens schon ein grosses haus mit garten.:) aber das alles ist den spiessern hier natürlich egal. es muss ihnen auch egal sein. sonst hätten sie nix zum tratschen, sonst könnten sie ihre aggros nicht loswerden und müssten wieder mal ihre weiber verprügeln.

hat sich viel verändert. ich seh zum allerersten mal überhaupt, wie harmlos die in wahrheit sind. wie klein und albern, und renitent. leute, die sich nie entwickelt haben, immer noch auf dem niveau von sechzehnjährigen. wenn überhaupt. ich seh wie verdammt stark ich bin. so verdammt stark und verdammt frei. ich mag mich ziemlich gern.

19.2.11

8.2.11

1.2.11

mein diarium

wie fein, immer feiner, immer fragiler, immer angespannter, die sinne, die wahrnehmung, immer detaillierter, immer sensibler
wie ein schaukasten gefüllt mit insektenflügeln, fragmenten von beinchen und fühlern
eng beschriebene blätter, die schrift wird mit den jahren immer kleiner, genauer, gestochen scharf
wie mit der lupe geschrieben
zarte illustrationen am rand, federgezeichnet
verziert mit einem hauch blattgold, vorsichtig aufgetragen, schicht um schicht
kleine getrocknete blutspritzer, winzig, fein und ein teil der verzierung
blattadern, blutzellen, atemhauch
und am ende des diariums der winzigkleine eintrag

verzogen ans meer

29.1.11

chronische entscheidungsschwäche

und wieder mal weiss ich nicht, was ich will. es ist immer dasselbe dilemma. ich habe zu viele gedanken im kopf und bin zu kreativ. und immer möchte ich neue räume erfinden und gestalten. der virtuelle raum ist mein spielplatz, und doch zweifle ich nach der ersten euphorie an mir bzw. an dem neuen ort, der gerade entstanden ist. irgendwann ist es zuviel des guten. irgendwann beginnt man, seinen geist dermassen im nichts zu verstreuen, dass man sich fühlt, als würde man schizophren werden oder zersplittern. vielleicht geht es gerade bei kreativen leuten auch um selbsbeherrschung. manches muss man einfach bleiben lassen, egal, wie verheissungsvoll es am anfang ausschaut. die alten räume, die man schon vor jahren geschaffen hat und die sich als gut erwiesen haben, kann man immer wieder besuchen und beleben, aber dauernd etwas neues gestalten? es scheint wie eine krankheit zu sein. ich meine, wenn man sich nicht im griff hat. ist ja immer im leben so. egal, was es ist, es braucht eine gehörige dosis selbstbeherrschung, damit überhaupt etwas daraus entstehen kann, das einigermassen gut ist.

und irgendwann stellt man fest, dass man sich ohnehin nur auf einige dinge konzentrieren kann. lieber die paar dinge, die man hat, erhalten und gestalten, anstatt sich immer neues zu wünschen. so. langweiliges posting beendet. aber für mich war's irgendwie wichtig. um klarheit zu bekommen. manchmal mutiert snow's blog zu einem collegeblock mit abreissbaren seiten :)