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20.2.20


17.1.20


22.8.19








19.5.18


15.5.17

verdammt, schon wieder...


nach der arbeit, kurz zur entspannung noch kurz auf google street view unterwegs, bevor ich den compi runterfahre, ich klicke also irgendwo rein (random target, ganz egal wo) und denk mir noch...

..jetzt wirst du sie wieder treffen, ganz sicher, und KRAWUMM

da waren sie







 
 
....schon wieder
 
 
 
google maps ist irgendwie ziemlich gross, so viele karten, so viele wege, und WARUM TREFFE ICH SIE DAUERND?????
 
und warum wusste ich es vorher??
 
 
warum warum warum warum
 
help *sweats nervously*
 
 
 
 
 
 

3.4.16

spätnachts auf virtuellen strassen

 
 

 
google street view, irgendwo bei nächtlichen virtuellen rundfahrten auf strassen, die ich niemals im real life sehen werde, an wildem gestrüpp und sträuchern vorbei und an farmhäusern, die so abgelegen sind, dass man sich nur wundern kann, dass sie überhaupt schon entdeckt wurden. die meisten häuser sehen dort aus wie die absteige eines serienkillers und irgendwie wirken dort auch schon die schatten bedrohlich. man erwartet dort nichts gutes, und gerade deshalb liebt man es so, dort entlangzufahren. man hat sowieso alle virtuellen autotüren verriegelt. trotzdem geht dieses sonderbare gefühl nicht weg, dass man nicht hier sein sollte...dass man irgendwie unerwünscht ist.

dann passiert man dieses haus. es hat säulen. vier säulen, die den absolut deplazierten eindruck erwecken wollen, dass es sich um griechische säulen handelt. das ganze gebäude macht auf griechischer tempel und ist so fake wie nur sonstwas sein kann. man dreht um und fährt wieder an dem haus vorbei. und wieder und wieder. dann parkt man davor. und ganz plötzlich weiss man dass es eigentlich einem selbst gehören müsste. es ist auf sonderbare art und weise das haus, in dem man wohnen müsste. ob man will oder nicht.



16.8.14

wetterschleudertrauma


 
 
 das erste bild ist irgendwie unfassbar cool für mich.
diese wunderschöne monstertreppe, wie sie sich an
der hausmauer hinaufwindet. ich hab das bild vorhin
auf google maps ununterbrochen angestarrt. der ort
heisst laxou und ist nicht nur wegen der monster -
treppe interessant, sondern auch, weil man dort von
einer sekunde auf die andere zwischen praller sonne
und silent hill-nebel hin und hergeworfen wird, ohne
vorwarnung. hab vom fahren auf diesen ziemlich
korrekten strassen ein wetterschleudertrauma ge -
kriegt, das ich jetzt mit schlafengehen kuriere
(IGITT - aber es muss sein. mutiere gerade wieder
zum zombie). alles in allem hat diese kleine reise
doch sehr erfrischt. vor allem die nebeldusche.
 

26.11.12

zu den versunkenen lichtern tauchen


der ort, den er auf der strassenkarte mit einem dicken schwarzen herz umrandet hatte
wie oft er im traum dort spazierengegangen war, wusste er nicht
doch eigentlich war er nie fortgewesen



18.10.12

schräg hinter meinem bett



kleine, aber wichtige ecke meines zimmers. schräg hinter meinem bett. die bilderwand mit erinnerungen von damals. goth zeit. einladungen zu den parties im ballroom. und ein paar nette photos von vampiren und meinen freunden :)



bettzeug vom ikea, grablaterne vom flohmarkt, zwei meiner living dead kiddies und das angel heart poster, das ich seit ewigen zeiten hab. angel heart. new orleans.. wer mich kennt, weiss warum ich den film so mag. wer mich nicht kennt, dem ist das alles scheissegal und das ist gut so.



neben meinem bett: das rabenwesen, das nicht fliegen kann und margret, die spindeldürre goth frau, die anika gemalt hat. beide bewachen meinen schlaf und kommen in meinen träumen vor. beide liebe ich sehr.





4.12.10

präweihnachtliche gedanken

in den letzten tagen wurde ich so oft angelächelt wie im ganzen jahr nicht. und es liegt garantiert am schnee. es ist seltsam. schnee in der stadt bedeutet ja meistens nasse füsse, lange auf den bus oder die strassenbahn warten müssen, und die daraus resultierende laune kann ja nicht grad vom allerbesten sein. hab ich auch verständnis dafür. manchmal mag ich einfach nur im bett bleiben und vor mich hindämmern, bis die nacht kommt und ich kurz aufstehe, um kaffee zu trinken und zu bloggen. mh...krass, ich weiss. mach ich eh nicht. ich träum nur davon. wie von manchem. :) wär eigentlich auch ziemlich fad auf dauer.

vor allem die älteren bis alten leute sind in den letzten tagen supergut drauf in dieser stadt. eine alte dame hat mich vorhin noch fürsorglich darauf hingewiesen, dass ich aufpassen muss, weil der weg so eisig ist. ich hab in ihr gesicht gesehen und hab das gesehen, was ich immer in gesichtern gesucht hab..und in den letzten tagen immer wieder sehe. etwas das ohne alter ist, etwas strahlendes, das voller leben ist. ich treffe in dieser stadt momentan nur strahlende leute, und ich mein nicht verstrahlt. alte leute, die wie kids sind. und kids, die einfach nur kids sind. darum bin ich irgendwie davon überzeugt, dass hier in der stadt was seltsames, aber grossartiges vor sich geht.

und ich kenn mich selbst nicht wieder. ich wünsche mir nostalgische weihnachten ohne elektronischen schnickschack. was romantisches. aber ohne diesen gammligen kitsch. was ne komplizierte sache ist , denn kitsch-verpestet sind wir wie jedes jahr um diese zeit.

am schönsten wär es, wenn alle, die ich liebe, um mich versammelt wären. was ein ding der unmöglichkeit ist. ich werd also wieder spät in der nacht zu weihnachten in meinem zimmer im haus meiner eltern sitzen und an sie denken. vielleicht kram ich das crüxshadows tape wieder raus und versuch, ihm töne zu entlocken. da gibt es einen song, der ave maria heisst. mh...der ist schön. ja. und ich werd meine gedanken auf papier kritzeln und einigen leuten wieder mal schriftlich erzählen, dass ich eigentlich gerade mit ihnen zusammen sitze, so wie fast immer, egal wann. ich werd diese magischen glitzrigen schokoschirmchen dazupacken und die kuverts der briefe bemalen. und dann werd ich schlafengehen und ins all starren. und mir wünschen, dass ich den riesenstern sehen kann, den nur bestimmte leute sehen können. dass ein bisschen von seinem sternenstaub auf mich herabfällt, in meine augen. damit sie die leute in zukunft liebevoller betrachten. so wie in den letzten tagen in dieser stadt.

16.4.10

fenster mit einsicht



manchmal bin ich auf entdeckungstour. die orte, die mich dann wie magisch anziehen, haben alle eins gemeinsam: die häuser sind alt, verwohnt, benutzt, und man sieht die spuren von leben überall. keine neue tünche überdeckt die spuren auf den oberflächen und die hausmauern wirken warm und freundlich, obwohl sie sicher dreckig und manchmal gewiss nicht schön anzusehen sind. für mich sind sie trotzdem schön. verputz, der abbröckelt, alte verblichene konzertplakate, mauerwerk, das zum vorschein kommt. fensterläden aus holz, die an durchgerosteten scharnieren hängen und so aussehen, als würden sie bei dem nächsten windstoss heruntergeweht werden. fenster mit innenleben, fenster mit einsicht sozusagen, das nette gegenstück zum fenster mit aussicht. meistens stehen kakteen auf den fensterbänken und ab und zu pfennigbäume wie in den chinarestaurants. manchmal sogar eine richtig schöne anordnung von gegenständen, die liebevoll auf den fensterbänken arrangiert wurden. bunte alte glasflaschen mag ich besonders gern, mit altem, dickem glas. sachen, die man auf flohmärkten finden kann, wenn man richtig glück hat.

mir fällt gerade eine episode ein, es ist schon ewig her. ich war mit freunden unterwegs zum flohmarkt, es war noch früh am morgen und noch ganz diesig und grau. bevor das morgenlicht heraufkriecht, also diese zwischenstufe. noch nicht ganz morgen. wir kamen an diesem uralten haus vorbei und an einem fenster im erdgeschoss, das offen stand. jemand hatte über nacht das fenster offen gelassen. diesen jemand sahen wir dann auch. ich kann nicht wirklich sagen, dass der anblick etwas für geniesser war. wir blieben auf jeden fall alle ganz plötzlich stehen und starrten durch das fenster in ein zimmer, wo dieser dicke nackte mann im bett lag und schlief. er wandte uns den rücken zu, was gut war. trotzdem war es etwas, das man sein ganzes leben irgendwie nie vergisst. es sah surreal aus und irgendwie wie aus einem film. es war der erste dicke nackte mann in meinem ganzen leben.

man findet immer etwas interessantes, wenn man in erdgeschossfenster schaut. manchmal sind die dinge nicht wirklich schön, auf manche anblicke würde man auch ganz gern verzichten. trotzdem bin ich recht froh, nicht zu der gattung autofahrer zu gehören. ich bin noch immer der fussgänger schlechthin. und obwohl ich die autofahrer manchmal wirklich beneide, vor allem an kalten tagen, wenn meine vorliebe für regen von nassen haaren und eiskalten füssen ein wenig übertönt wird, werd ich wahrscheinlich noch eine lange zeit zu der aussterbenden gattung fussgänger gehören. zu denen, die in erdgeschossfenster spähen. du weisst nie, was auf dich wartet, wenn du viel zu fuss unterwegs bist. das ist sicher auch mit einer der gründe, warum ich ganz gut auf ein auto verzichten kann. vielleicht hab ich irgendwann wieder mal ein fahrrad, ein schwarzes riesiges rad. so ein echt altmodisches.

so, und kann mir jetzt jemand verraten, wie ich das bild des dicken nackten mannes wieder aus meinem kopf kriege?

3.4.10

farbenspiel

verwaschenes grau verschluckt alles, was vorhin noch störend war
der seele anlastete wie ein schweres gewicht
ein hässliches modernes bauwerk hier
ein abgestorbener baum dort
es lässt menschen wie geister durch die strassen huschen
die hauseingänge gähnen, ein kühler hauch weht von den kellern herauf
nur in einem kellerabteil brennt noch licht
ein armer student, der über seinen büchern sitzt
der aufschaut, wenn ich vorbeigehe und von mir nur die beine sieht
und den unteren teil meines roten zwergencapes
dessen rot sich langsam mit grau vermischt
auf der wassergrauen leinwand zerfliessen die farben
sie kehren in den malkasten zurück
damit jemand mit ihnen spielen kann

auf der strasse schillert öl in einer wasserlache
in allen farben des regenbogens
die farben sind schockierend bunt
in weiter ferne blinkt ein wald von neonschildern
ein wilder dschungel aus farben und licht
bunter sprühregen glitzert kurz wie giftiger nebel über den dächern

ich streife zartvioletten raureif von meinem grauen cape
und werfe einen brief an einen freund in den postkasten
er wird sich wundern, mein freund
denn über den umschlag ziehen sich filigrane muster
wie das blattwerk eines farnes
und anstatt einer marke glänzt ein silberner stern

19.3.10

nächtliche strassenszene

menschen, die länger als eine stunde vor meinem fenster auf und abgehen, beginnen mich nach einer gewissen zeit zu interessieren. ich hab sie sogar fotografiert, aber ich weiss nicht so recht, ob man schnappschüsse von fremden menschen einfach so ins netz stellen soll. hab da irgendwie ne scheu davor. ich mein, es sind keine lookbook kids, die auf der strasse posen. trotzdem ist es scheisse, denn das eine photo ist extrem seltsam. das ganze verhalten der beiden war seltsam- zuerst war's ja noch ne gruppe, aber zwei typen sind dann mit dem moped weg, und nur noch zwei waren übrig, ein mann und eine frau. die dann mitten auf der strasse eine art theaterspiel aufgeführt haben, von dem ich zwar nix verstanden hab, das mich aber immer mehr interessiert hat. die frau hat sich einmal mitten auf der strasse auf den mittelstreifen gesetzt. ich denke, sie ist auch über die strasse gekrochen. während er hinten im schatten gestanden ist und telefoniert hat. er schien in sein handy zu schreien.
jedenfalls. das photo. da standen sie genau mir gegenüber, sahen in meine richtung, sahen mich aber nicht. denke ich. sie standen ein paar meter voneinander weg und sahen stur geradeaus. so standen sie wie puppen herum. hätte ich in diesem moment zum ersten mal aus dem fenster geguckt, wär ich wahrscheinlich umgekippt. das ganze hätte ne klasse performance sein können. sah irgendwie gut aus, aber auch so abgehoben, dass ich an der realität des ganzen zu zweifeln begann.
irgendwie bin ich verdammt froh, einfach nur diese eindrücke davon mitgekriegt zu haben. ich möcht nicht, dass das irgendwelche öden alltagstypen mit alltagsprobs sind, die sich viell. gestritten haben oder sonst was. ich möchte, dass sie was besonderes sind. menschen mit geheimnissen. ich will nix wissen über sie. nix was sie reduziert, zur stinknormalen, traurigen realität. sie sind vor einiger zeit gegangen. die geisterhafte szene von vorhin wirft ihr echo in meinen geist, der das alles ins netz beamt. so fragil wie ein geisterphoto.

ich werde ihr photo löschen.

26.2.10

13.1.10

shutter

ich liebe das graugrün der städte bei regen und den regen, der über fensterscheiben rinnt, ich liebe das licht der ampeln, grelle lichtpunkte im grau. ich sehe ein mädchen in einem kurzen roten lackmantel. alles andere ist verwischt, wie ein unscharfes foto, sogar die passanten, die man nur als schemen in bewegung sehen kann. klar erkennbar ist nur das mädchen, die lichter der ampel und einige regentropfen auf dem kameraobjektiv.
sie rinnen plötzlich in schmalen bächen herunter. wie eine sehr schnelle bewegung, als würde derjenige mit der kamera laufen.